Eigentlich hätte uns Justice ja schon gereicht, doch was die Veranstalter des ersten Digital Maag Festivals sonst noch aus dem Hut gezaubert haben, ist wirklich beachtlich.
| Es scheint sich zu einem Trend entwickelt zu haben, Musikfestivals auch ausserhalb der traditionellen Sommersaison stattfinden zu lassen. Neue Festivals wie das charmante ‘One Of A Million’-Festivals in Baden, die Bad Bonn Kilbi im Exil oder ’Les Hivernales’ in Nyon sind in den letzten Monaten und Jahren aus dem Boden geschossen und haben dem traditionellen m4music-Festival ordentlich Konkurrenz gemacht. Doch in diesem Jahr ist ein neuer Festival-Platzhirsch aufgetaucht, der bereits bei der ersten Ausgabe eine unglaubliche Fülle an tollen Künstlern verspricht. Die Rede ist vom Digital Maag Festival, welches Ende Februar im Maag Areal auf drei Bühnen stattfindet und sich, wie es der Name bereits vermuten lässt, im Gegensatz zu den anderen erwähnten Festivals auf Bands und DJs aus dem elektronischen Bereich spezialisiert. Die ambitionierten Veranstalter haben keine halben Sachen gemacht und lassen bis in die frühen Morgenstunden die Puppen und hoffentlich auch die zufriedenen Festivalgänger tanzen. Eingeladen wurden Künstler sowohl aus heimischen wie auch aus ausländischen Gefilden sowie aus unterschiedlichen Bereichen der elektronischen Musik. Aus der Schweiz sind dies beispielsweise Das Pferd sowie We Love Machines, die beide für mitreissende und vor allem schweisstreibende Live-Shows stehen, sowie die Abart-Indiependance-DJs Ulli & Maesoo. Doch die Aushängeschilder des Festivals sind mit Bestimmtheit die grossen, internationalen Namen. Im Folgenden stellen wir euch drei dieser Künstler genauer vor. Justice (FR) – Deine Freunde sind wieder da Gaspard Augé und Xavier de Rosnay sind die Headliner des Events und garantieren ein wahrhaftiges Konzert-Erlebnis. Das Feuerwerk, welches die beiden Franzosen jeweils an ihren Auftritten abbrennen, ist unvergleichlich und lässt jeden Besucher komplett durchnässt und absolut glücklich zurück. Für Neulinge ist die Konsulation der Live-CD 'A Cross The Universe' aus dem Jahr 2008 unbedingt empfehlenswert. Im letzten Jahr erschien ihr zweites Album 'Audio, Video, Disco'. Es wird interessant zu beobachten sein, wie die Songs dieser Platte umgesetzt und im Liveset eingebettet werden. Totally Enormous Extinct Dinosaurs (UK) – Das britische Elektro-Wunderkind Der junge Engländer Orland Higginbottom hat noch kein einziges Album veröffentlicht, dennoch wurde er im letzten Jahr schon auf unzähligen Blogs gehyped, hat ordentlich Live-Erfahrung sammeln können und ist sogar bereits einmal in Zürich vorbeigekommen für einen umjubelten Auftritt in der Pfingstweide. Zur Einstimmung auf sein Konzert sind die beiden Songs 'Household Goods' sowie 'Garden' empfohlen. Nero DJ-Set (UK) – Voll auf die zwölf Wenn man die aktuellen Trends in der elektronischen Musik vollumfänglich abbilden will, ist das Booking mindestens eines Künstlers aus dem Dubstep-Bereich unumgänglich. Dies ist mit der Verpflichtung der englischen Shooting Stars 'Nero' zweifellos gelungen. Wobei es ein Fehler wäre, die Briten ausschliesslich im Dubstep-Bereich zu verorten. Vielmehr bewegen sie sich im Spannungsfeld zwischen Dubstep, Drum'n'Bass und mitunter doch sehr poppigen Melodien, was ihrem Erfolg in den englischen Charts sicherlich nicht abträglich war. |






