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 | schwarzmaler vs. schwarzwasser
Nein, nein, auch wenn sich meine beiden Lieblingsfeindbilder Thommy F. und Erich H. wieder mal exemplarisch doof aufführen, nein, ich haue sie an dieser Stelle nicht erneut in die Pfanne. Aber es ist schon frappant, wie Grossrat Fuchs wegen des Müslüm-Songs reflexartig die juristische Keule schwingt, umgekehrt aber in Einklang mit dem Übervater aus Herrliberg immer die Selbstverantwortung des Bürgers predigt.
Henu, wenden wir uns nun den profanen Dingen des Lebens zu, weg von den politischen Irrungen und Wirrungen. Stimuliert von einem frühmorgendlichen Swiss-View-TV-Flug entlang des 16,2 Kilometer langen Schwarzwasserlaufes – zieht euch Swiss View regelmässig rein, das hat was Meditatives, echt, und man lernt erst noch die schönsten Flecken unseres Landes kennen –, packte ich an einem August-Samstag die ganze Familie in den Charen. Auf gings zum Cervelat-Bräteln und Glunggen-Bade in der Schwarzwasser. Es war schlicht ein Hit: Bier dank eines improvisierten Wehrs im nahen Nass gekühlt, Holz pfadimässig eingesammelt, Feuerchen gezündet mit Glückspost-Papierfetzen, die Schweizer Nationalwurst von den immer rareren brasilianischen Rinderdärmen befreit und an den Enden kreuzweise eingeschnitten, Chips-Packung geöffnet etc., und dazwischen immer noch rasch einen Gump in das klare, leicht schwefelige Wasser gemacht.
Zum Schluss begingen wir dann noch Hochverrat und hüpften von der Schwarzwasser für eine Stippvisite in die Sense rüber. Und tatsächlich, die trumpfte mit mindestens zwei Grad wärmerem Wasser auf (geschätzte 18,6 Grad). Aber wetten, das kommt daher, dass die Friburger einfach viel unschinierter in «ihren» Bach pissen. Darum würde ich eh nur die Bachforellen aus der Schwarzwasser (Tipp für maw!) verspeisen. Leute, dieses Canyon-Erlebnis könnt ihr etwa 25 S-Bahn-Minuten von Bern entfernt geniessen. Marzili & Co. sind ein müder Furz dagegen. Ach ja, das ist noch wichtig: Tewa’s an den Füssen sind ein Must, wenn man sich mit einigermassen Grazie über die vielen kleineren und grösseren Chempen fortbewegen möchte.
PS. Noch rasch zu Thommy F. zurück, ich konnte nämlich in der Zwischenzeit ein Rätsel lösen, das auch schon Stoff für diese Zeilen bot: Das F. steht also für «Füdu» – ein Schlimmer, der jetzt Schlüpfriges denkt… [text by: the grumbler / september 2010]
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